Garten

Gartenplanung

An erster Stelle steht die Frage, wie ihr euren Garten oder Balkon nutzen möchtet.

Wie viel Zeit möchtet ihr im Liegestuhl verbringen? Möchtet ihr eigenes Gemüse anbauen und ernten? Habt ihr Spaß an Bauprojekten? Sind euch Blumenbeete wichtig? Möchtet ihr etwas für Insekten tun?

Danach ist es immer eine gute Idee, sich einen Plan zu machen. Am Ende ist es sicher selten so, dass alle Details auch so umgesetzt werden, wie geplant, aber ein Plan hilft sehr bei der konkreteren Planung.

Erstellt als erstes einen Grundriss von eurem Balkon oder eurem Garten. Schreitet das Gebiet ab, ein großer Schritt entspricht in etwa einem Meter. Macht dann eine Zeichnung, auf der ihr möglichst maßstabsgetreu euren Garten oder Balkon abbildet. Ein Meter könnte z.B. einem Zentimeter oder 10 Zentimetern auf dem Papier entsprechen, je nachdem wie groß eure Fläche ist.

Dann zeichnet alle größeren Bäume, Sträucher und Bauten wie Schuppen, Terassen, Hochbeete ein, die es in eurem Garten schon gibt.

Und dann überlegt euch, was ihr gerne hättet. Was darf bleiben? Was soll dazukommen?

In dieser Phase könnt ihr ganz frei überlegen. Danach kommt dann die konkretere Planung mit einer Abwägung der Zeit, Arbeit und finanziellen Mittel, die ihr für eure Projekte aufbringen könnt. Aber hier gibt es oft kreative Lösungen.

Wenn ihr euch z.B. an die konkrete Planung von Bauprojekten macht, überlegt immer, ob ihr euer Material auch recycelt und vielleicht auch geschenkt bekommen könnt. Das klappt bei uns in der Grünen Oase sehr gut.

Daraus kann sich dann bei interessantem Material auch immer mal wieder eine Änderung im Gartenplan ergeben :-). Insofern ist eine Planung lediglich ein Anhaltspunkt, mit dem ihr so flexibel umgehen könnt, wie es gut für euch ist.

Auf zwei konkrete Fragen möchte ich noch kurz eingehen:

Es kam die Frage auf, ob Bereiche für Blumen, Obst und Gemüse im Garten getrennt geplant werden sollten: Wenn du dir klar gemacht hast, was dir in deinem Garten wichtig ist, kannst du Obst, Gemüse und Blumen gerne mischen. Von einer gelungenen Mischkultur profitieren Pflanzen, Tiere und dein Boden. Wichtig ist aber bei der Planung darauf zu achten, welche Pflanzen sich gut vertragen und welche einjährig bzw. mehrjährig sind. Ein Beet mit Stauden lässt sich z.B. nicht mehr komplett umgraben. Einjährige Blumen wie z.B. Borretsch, Ringelblumen und Kosmeen machen sich hingegen super im Gemüsebeet und können im Frühjahr mit untergegraben werden.

Eine weitere Frage war, was für/gegen das Pflanzen von Obstbäumen spricht: Ich finde Obstbäume super, wenn sie einen Platz bekommen, an dem sie sich ausbreiten können. Vom Anbau in Kübeln würde ich abraten. Von der Pflanzung bis zur Ernte brauchte es allerdings einige Jahre Geduld und die Sortenwahl sollte überlegt getroffen werden. Gute Informationen zum Thema und robuste Bäume bietet die Ökologische Obstbaumschule in Badenstedt bei Zeven an.

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Gartenplanung!

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