Garten

Tipps bei Trockenheit im Garten – Teil 1

Obwohl es in der letzten Woche erfreulicherweise einige Male geregnet hat, hatten wir davor eine lange Trockenperiode und es kann gut sein, dass es in den kommenden Wochen wieder wenig regnen wird. Durch den Klimawandel wird es immer wahrscheinlicher, dass wir verstärkt mit langen Phasen der Trockenheit konfroniert sein werden.

Was bedeutet das für den Garten? Im Folgenden habe ich euch fünf Tipps zusammengestellt, die Abhilfe schaffen können:

Voranzucht im Haus: Bei der Voranzucht auf der Fensterbank braucht ihr weniger Saatgut und Wasser, als wenn ihr direkt im Beet aussät. Die kräftigen Pflanzen können dann später nach draußen wandern.

Aussaat vor Regenwetter: Möchtet ihr direkt im Freiland aussäen, schaut euch die Wettervorhersage an: Sät vor einem kräftigen Schauer oder besser noch einigen regnerischen Tagen, dann übernimmt der Regen das Angießen. Das reicht häufig für die Keimung aus. Erst wenn es danach über eine längere Zeit trocken ist, solltet ihr gießen.

Pflanzen nicht zu viel gießen: Pflanzen können sich an trockenere Phasen besser gewöhnen, wenn sie seltener und dafür dann kräftiger gegossen werden. Bevor Pflanzen aus dem Topf in den Garten wandern, solltet ihr sie ca. eine Minute lang tauchen, damit sich der Wurzelballen mit Wasser vollsaugen kann. Dann muss in der ersten Zeit nicht gegossen werden und die Pflanzen lernen, mit wenig Wasser zurecht zu kommen.

Regenwasser sammeln: Regenwasser ist sehr gesund für Pflanzen, Leitungswasser hingegen ist häufig zu kalkhaltig. Deshalb, und weil teuer aufbereitetes Trinkwasser gespart wird, ist es sinnvoll, wo immer möglich Regenwasser zu sammeln. Für größere Gärten eignen sich neben Regentonnen durchaus auch Wassertanks mit 1000 Liter Fassungsvermögen. Diese gibt es oft auch günstiger gebraucht zu kaufen. Auch auf einer kleinen Dachfläche (z.B. im Kleingarten) kommen bei einem stärkeren Schauer etliche Liter zusammen.

Sparsame Bewässerungsmethoden: Methoden, bei denen das Wasser in kleineren Mengen über einen längeren Zeitpunkt abgegeben wird, sind effektiv und wassersparend. Eine einfache Tröpfchenbewässerung lässt sich z.B. mit einer Plastikflasche basteln. Toll ist auch die aus Südamerika stammende Bewässerungsmethode Ollas mit Tongefäßen, die sich einfach selber nachbauen lässt. Eine Anleitung dazu findet ihr hier. Das werden wir auf jeden Fall im Garten der Grünen Oase bei den Tomaten ausprobieren.

Es hat uns noch die Frage erreicht, ob bei Trockenheit Straßenbäume gegossen werden sollten. Das ist bei anhaltender Trockenheit tatsächlich sinnvoll. Allerdings sollte auch hier besser seltener und dafür kräftiger gegossen werden. Der BUND Niedersachsen hat hier Tipps zum Thema zusammengestellt.

Wir wünschen euch eine schöne Gartenwoche!

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