Allgemein, Klima-Atlas

Klima-Atlas: Leah Namugerwa

Leah Namugerwa ist eine 16-jährige Klimaaktivistin in Uganda.

2018 sieht Leah Namugerwa einen Beitrag zu Greta Thunberg und fragt ihren Vater, ob Klimastreik auch in Uganda möglich wäre, da „Streik“ in Uganda immer mit Gewalt verbunden wird. Als er dies bejaht und Leah später in den Nachrichten sieht, wie es den Menschen in Uganda aufgrund des Klimawandels geht, entscheidet sie sich, jeden Freitag auf die Straße zu gehen.

Ihre Freitage sahen bisher immer normal aus, doch als sie mit ihrem Klimaaktivismus anfängt, ändern sie sich drastisch. Sie steht früh auf und stellt sich an den Straßenrand, wo viele Menschen vorbeikommen und versucht, diese für den Klimaaktivismus zu begeistern. Wenn sie müde wird, setzt sie sich hin, bleibt aber immer noch an der selben Stelle.

An ihrem ersten Freitag sehen viele Menschen sie komisch an, da sie der Meinung sind, dass sie lieber zur Schule gehen sollte. Doch sie ist nicht allein. Leah Namugerwa vernetzt sich mit anderen Klimaaktivist*innen wie z.B. Hilda Flavia Nakabuye und gemeinsam gründen sie die FFF Bewegung in Uganda.

Doch es ändert sich wenig. Ein Grund dafür sei, dass die Medien sich nur auf politische Gerüchte oder Persönlichkeiten konzentrieren, aber Klimawandel so gut wie gar nicht vorkommt. Zudem seien so viele Erwachsene nicht daran interessiert, Initiative zu ergreifen. Aus diesem Grund hat sich die Klimaaktivistin dazu entschieden selbst die Führung zu übernehmen, denn „Klimaungerechtigkeit ist gegen mich gerichtete Ungerechtigkeit,“ sagt Leah. (1)

Mittlerweile haben sich viele Schüler*innen angeschlossen und es finden jetzt regelmäßige Klimastreiks an Freitagen statt. Doch es bleibt oft nicht friedlich. Der erste Klimastreik am 15. Mai 2019 wurde geblockt und Leahs Mitstreiter und gleichzeitig ihr Cousin Bob Matovu, wurde von der Polizei gejagt und sein Plakat wurde ihm abgenommen. Beim zweiten Streik wurden Leah und ihre Freund*innen durchgehend von Sicherheitskräften verhört. Am 29. November (dem Jahrestag des Weltklimastreiks) organisierte sie mit anderen Klimaaktivist*innen große Klimastreiks und das Seeufer von Kampalas Ggaba Strand wurde zur Feier des Tages gesäubert.

An ihrem 15. Geburtstag entschied sich die Klimaaktivistin, dass sie anstatt zu feiern, lieber 200 Bäume pflanzen möchte, woraus sie die Birthdaytree Kampagne gründete. Zudem startete Leah Namugerwa eine Petition, die Plastik in Uganda verbieten soll.

„Die jüngste Aufzeichnung besagt, dass der zweitgrößte Süßwassersee verschmutzt ist, und dies alles ist auf die menschlichen Aktivitäten bei der Herstellung von Kunststoffen zurückzuführen, die unseren See verschmutzen. Sie verschmutzen den größten See, den wir in Afrika haben. Es wird gesagt, dass Kunststoffe mehr als die Fische in unseren Seen geworden sind. Lasst uns unsere menschlichen Aktivitäten stoppen und für unsere Zukunft kämpfen, lasst uns aufhören, unsere Seen zu verschmutzen. Bewahren wir sie auf.“ (2)

Ihre Stimme findet immer mehr Gehör. Sie sprach vor dem World Urban Forum und war als Delegierte bei der COP25 dabei.

Wenn ihr gerne noch mehr über Leah erfahren oder sie unterstützen möchtet, dann schaut doch auf ihrem Twitter Account vorbei.

Quellen:

(1) https://www.earthday.org/school-strike-for-climate-a-day-in-the-life-of-fridays-for-future-uganda-student-striker-leah-namugerwa/

(2) https://www.youtube.com/watch?v=sAQDupZcM1k

(3) https://en.wikipedia.org/wiki/Leah_Namugerwa

(4) https://therising.co/2020/01/02/leah-namugerwa-climate-activism/

(5) https://facesofclimate.com/home/leah-namugerwa

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